Wasser kennt keine Grenzen

Routenbeschreibung

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Routenbeschreibung Wassertour von der Obra in die Warthe und der Alten Oder

1. Etappe: Trzciel - Obrzyce ca. 26km
Ausgangspunkt der Wasserwandertour ist die Stadt Trzciel. Dort besteht die Möglichkeit, am Strand sein Kanu aufs Wasser zubringen.
Danach verengen Schilf und Weidenäste die Breite des Gewässers, das sich jedoch bald darauf zu den Seen Konin und Wielkie öffnet. Hinter einer Enge heißt das Gewässer See Rybojadlo, nach dem links liegenden Dorf Rybojady. Der Fluß verläuft parallel zu einer Seenkette und biegt schließlich westlich nach Miedzyrzecz ab. Auf diesen rund zwanzig Kilometern gibt es Zeltmöglichkeiten, so z. B. beim Forsthaus Ransko oder beim Dorf Zólwin. Die vielen Windungen tragen dazu bei, dass sich die Strömung oft ändert. An einer Wiese bei Obrzyce bietet sich ein günstiger Rastplatz an.

2. Etappe: Obrzyce - Bledzew ca. 19 km
Danach ist bald Miedzyrzecz erreicht, wo der Flusslauf reguliert ist. Am Zufluß der Paklica besteht links die beste Möglichkeit zum Anlegen. Ab dem eingemeindeten Ort Swiety Wojciech zieht sich der Fluß wieder in vielen Windungen hin. In der Nähe von Gorzyca, gibt es einen Zeltplatz mit Versorgung. (unter anderem hervorragend gebratenem Fisch). Nach einigen Hindernissen und einer Wildwasserstrecke wird die Obra wieder breiter und mündet in den etwa 7,5 Kilometer langen Zalew Bledzewski See an dessen Ende sich Zeltplätze befinden.

3. Etappe: Bledzew - Santok ca. 30 km
Von ihm aus besteht eine Verbindung zum See Chycina und anderen Gewässern. Vor dem Stausee sollte man dicht am rechten Ufer fahren, denn an dieser Seite ist das Boot etwa 120 Meter weit zu umtragen. Bis zum Rastplatz sind zahlreiche Schwierigkeiten wie Wildwasser, enge Krümmungen und Bäume zu überwinden. Am Dorf Stary Dworek befinden sich zwei Plätze zum Zelten. Etwa sechs Kilometer weiter ist die Straßenbrücke bei Skwierzyna erreicht. Links von ihr befindet sich ein Motel mit Restaurant. Etwas weiter besteht Bade- und Zeltmöglichkeit. Kurz darauf mündet die Obra in die Warta, ab da sind es noch ca. 18 km bis Santok zur nächsten Zeltmöglichkeit.



4. Etappe: Santok - Gorzow ca. 12 km
Ab Santok verläuft das Flusstal in Ost-West-Richtung, so dass man mit Gegenwind rechnen muss den man nicht unterschätzen sollte. Hier verläuft die Warthe im Urstromtal, ist ungefähr 100 m breit, mit einer Fahrwassertiefe von ca. 1,50 bis 2,00 m und hat Strömung. Gute Campingplätze sind hier leider dünn gesät.

5. Etappe: Gorzow - Swierkocin ca. 25 km
Hinter Gorzow, ab Santok (und auch zwischen Miedzychod und Skwierzyna) verläuft das Flusstal in Ost-West-Richtung, so dass man mit Gegenwind rechnen muss. Bei der Brücke von Swierkocin, der einzigen zwischen Gorzow und Kostrzyn beginnt der Warta Nationalpark (Park Narodowy "Ujscie Warty").



6. Etappe: Swierkocin - Kostrzyn ca. 25 km
Die restlichen 25 km sind gut befahrbar. Man kann allerdings nicht mehr zelten und auch nicht in die Altarme hineinfahren.



Aussetzen kann man in Kostrzyn auf der rechten Seite, gleich wenn der Ort erscheint. Kurz vor dieser Stelle taucht rechts ein 50 m langer Kai auf, dann folgt in der Ufersiedlung eine Straße, die direkt zum Wasser führt und Platz zum Verladen bietet (Kennzeichen: zwei rote Schilder "KRZYZ 190" und "POZNAN 200"). Wer die Reise hier beenden möchte, folgt der Kopfsteinpflasterstraße zum Bahnhof geradeaus durch die Siedlung und übers Feld zur nächsten Straßenkreuzung, dann der Mikolaja-Kopernika- (später: Piastowska-) Straße, die direkt zum Bahnhof führt (1200 m). Vom oberen Bahnsteig fahren stündlich Züge nach Berlin. Für die Weiterreise auf dem Wasser bedarf es des Umsetzens mittels Pkw um auf die Alte Oder bei Reitwein zu gelangen, da es in diesem Bereich keinen Grenzübergang für Wasserfahrzeuge gibt. Zu empfehlen ist der Kanuverleih Jürgen Kandeler in Gorgast.

. 7. Etappe: Reitwein bis Gorgast (Rastplatz) ca 12 km
Bei Reitwein setzen wir in den Bullergraben ein. Bei Manschnow ist ein Umtragen der Wehranlage notwendig. Bis Gorgast, wo ein Rastplatz mit Übernachtung eingerichtet ist, erwartete uns eine ruhige Strecke.

8. Etappe: Gorgast bis Zechin (Zeltplatz) ca. 12 km
Von Gorgast geht es weiter in Richtung Golzow. Hinter dem Ort bleibt man etwas halbrechts und befährt den Richtgraben (der Schleusengraben bleibt links liegen) nach Zechin über Friedrichsaue, hier lohnt sich ein Abstecher auf den Genschmarer See.



9. Etappe: Zechin bis Wriezen ca. 24 km
Ab Zechin geht es auf dem Hauptgraben weiter, dieser ist mit Erlen, Weiden Pappeln bestanden, bietet an vielen Stellen freie Sicht ins Umland. Er tangiert einige Orte in denen man sich mit Verpflegung eindecken kann. In Wriezen endet die Tour bis zum Bahnhof sind es ca. 300m.


Text: Burkhard Teichert
Fotos: Johannes Müller




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