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Zu Adlern, Störchen und Wiedehopf
Eine Radtour zu Vogelschutzgebieten
Zu fliegen wie ein Vogel, das ist ein alter Menschheitstraum und ein Grund für die
Faszination, die insbesondere große Vogelarten auf uns ausüben. Aber auch die kleineren Artgenossen wecken mit ihrem
Gesang oder mit dem eifrig betriebenen Brutgeschäft unsere Aufmerksamkeit. Unsere ornithologische Fahrradtour ins
Lebuser Land beginnt am Trebnitzer Schloß. In seinem 17,56 ha großen englischen Landschaftspark treffen wir den
Pirol, mehrere Spechtarten, die Schleiereule, Haubenmeise und Beutelmeise an. Aber natürlich auch Singdrossel,
Kohlmeise, Grünfink, Kleiber, Star, Amsel, Rotkehlchen und Nachtigall. Links und rechts der Straße, die von Trebnitz
nach Wulkow führt, stehen alte Bäume mit einigen Raufußbussardhorsten und Elsternestern. Auch Kolkraben sind hier zu
Hause. Mit viel Glück entdeckt man den Wiedehopf. Auf den von Entwässerungsgräben durchzogenen Feldern rechts des
Weges können Rebhühner, Fasane, Graureiher, Kiebitze, Störche, Feldlerchen und der Neuntöter beobachtet werden.
Hinter Neuhardenberg, nach dem Abzweig Karlsdorf auf der linken Seite, befindet sich seit Jahren eine größere
Graureiherbrutkolonie mit ca. 35 Nestern. Nur ca. fünfzig Meter vom Weg entfernt kann der aufmerksame Beobachter sie
entdecken. In der Teichlandschaft vor Altfriedland brüten Tafel- und Reiherenten, Flußseeschwalben, Beutelmeisen,
Graugänse, Lach- und Silbermöwen sowie See- und Fischadler.
Auch der leuchtend bunt gefärbte Eisvogel ist hier zu
finden. Von zwei Beobachtungskanzeln kann man die Vogelwelt gut in Augenschein nehmen. In Wuschewier stehen alte
Fichten, die in den Wintermonaten von Schleiereulen bzw. dem Kauz als Tagesaufenthalt genutzt werden. Auch in der
Kirche von Sietzing haben Schleiereulen ihr Sommerquartier.
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Bei Genschmar an der Deichauffahrt liegt der so genannte
„Genschmarer Buns“ ein altes Naturschutzgebiet mit einem Altarm der Oder, in dem sich zahlreiche Wasservögel
aufhalten. Nach dem Passieren des Grenzüberganges Küstrin Kietz - Kostrzyn fährt man in Richtung SB.onsk bis zur
Nationalpark Verwaltung. Vom Aussichtsturm des Gebäudekomplexes überblickt man den Nationalpark sowie den
Landschaftspark. Links und rechts des Radweges nach Zabice kann man alle in der Region vorkommenden Wasservogelarten
antreffen. Viele Storchennester erwarten uns in Czarnów. Und nur wenige Kilometer weiter, nördlich von SB.onsk,
erstreckt sich im Warthebruch das Naturschutzgebiet SB.onsk. Es ist als Feuchtgebiet mit europäischer Bedeutung seit
1977 unter Schutz gestellt. Ende 1996 wurde der Landschaftspark "Ujscie Warty" als Erweiterung des
Naturschutzgebietes ins Leben gerufen. Hier sind über 265 Vogelarten gezählt worden und 168 Arten brüten in diesem
Vogelparadies. Mit ein wenig Glück zeigen sich hier dem geduldigen Beobachter auch die Könige des Reviers, die
Seeadler. Auf dem Flug zu ihren Winterquartieren rasten im Nationalparkgebiet mehr als 180 000 Saat- und Blässgänse.
An Herbstmorgen ergibt sich häufig ein imposantes Bild, wenn 20 000 – 30 000 Gänse in den Himmel aufsteigen, um an
die Futterplätze zu fliegen.
Ein ebenso beeindruckendes Bild geben die Kraniche ab, wenn sich etwa 2500 dieser Vögel
hier zeitgleich erheben. Nachdem man mit der Fähre bei KB.opotowo die Warthe überquert hat, gelangt man nach 88 km
zum Endpunkt der Route nach Witnica. Wenn sie mehr über die Vogelwelt im Lebuser Land erfahren wollen, zum Beispiel
über ein Handycap des Rotkehlchens, dann bestellen Sie unsere Broschüre.
Text: Carmen Winter Fotos: Johannes Müller, Ewa und Przemyslaw Szymonski
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