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Im Zeichen zweier Kreuze
Pedalritter auf den Spuren von Ritterorden
Noch heute ist es etwas Geheimnisvolles, was uns an den Ritterorden des Mittelalters reizt. Auf der Tour von Briesen über Lietzen, Chwarszczany, Slonsk, und Lagow nach Frankfurt (Oder) liegen einige Objekte und Ortschaften, die historisch mit den Ritterorden der Templer und der Johanniter verbunden sind. 1229 holte Herzog Heinrich der Bärtige die Templer ins Lebuser Land.
Vom Bahnhof Briesen, dem Ausgangspunkt dieser Tour, gelangen wir über Falkenhagen nach Lietzen. Hier entstand in der ehemaligen Komturei ein reizvolles Feriendomizil. Aus der Zeit der Templer ist neben dem Speicher das Feldsteinmauerwerk der Kirche erhalten, die um 1240 errichtet wurde. Wenn wir jetzt über Seelow und Gorgast nach Kostrzyn radeln, bewegen wir uns ausschließlich auf Land, das ehemals Eigentum der Templer war.
Schon lange bevor die Festung von Kostrzyn erbaut wurde, befand sich hier eine Marktsiedlung. Seit 1232 war diese im Besitz der Templer aus der Komturei in Chwarszczany. Aber nicht nur Kostrzyn - alle Orte entlang des Weges bis Witnica befanden sich im 13. Jahrhundert im Besitz der Tempelritter.
Die Komturei Chwarszczany entwickelte sich zu ihrer größten Besitzung im Osten. Ende des 13. Jahrhunderts wurde die große einschiffige Wehrkapelle mit Kreuzgewölben und Chor errichtet. Die älteren Gebäudeteile bestehen aus behauenen Granitsteinen. Innen erwartet den Besucher eine gotische Holzmalerei aus der Mitte des 14. Jahrhunderts - eine der ältesten überlieferten Malereien der Region.

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Ein weiterer wichtiger Ort für die Geschichte der Tempelritter ist Slonsk. Hier war einst der Sitz des Brandenburgischen Herrenmeisters. Deshalb befanden sich in der Burg ein Archiv und ein Ordensmuseum. Glasgemälde im großen Saal waren mit Malteserkreuzen verziert und die Wände mit Wappen der Ordensmitglieder geschmückt. Von all der Pracht ist nur eine monumentale Ruine übrig geblieben. Ein Brand zerstörte 1975 dieses unschätzbare Denkmal. In Slonsk finden noch heute die jährlichen Treffen des deutschen Johanniterordens statt.
Auch Osno Lubuskie und Sulecin ist die mittelalterliche Vergangenheit noch anzusehen. Lagów übernahmen die Johanniter 1347 als Pfand vom brandenburgischen Markgrafen Ludwig. Kurz danach wurde auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel zwischen den beiden Seen mit dem Bau einer Burg begonnen. Besonders sehenswert ist der gotische Saal mit einem Kreuzrippengewölbe.
In Slubice, der ehemaligen Dammvorstadt von Frankfurt (Oder), kommen wir wieder an die deutsche Grenze. Hier endet die Tour nach rund 250 km. Vom Frankfurter Bahnhof aus kann danach die Heimreise beginnen.
Wenn sie sich vor einer Reise auf den Spuren der Ordensritter ausführlicher informieren wollen, bestellen Sie unsere Broschüre. Darin erfahren sie auch, wo zwei Stühle mit Malteserkreuzen die Zeiten überdauert haben.
Text: Carmen Winter Fotos: Johannes Müller
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