Ein Traum in Grün und Blau

Radelnd durch Natur- und Landschaftsparks zu Seeadler und Sonnentau
Durch unberührte Wälder, Heidelandschaften und romantische Bachtäler führt die deutsch-polnische Naturroute, die in Dahmsdorf ihren Ausgangspunkt hat und in Kostrzyn endet. Vor allem die Ruhe wird genießen, wer sich mit dem Rad auf diesen 279 km langen Weg macht.

In der Märkischen Schweiz, am Stobber, einem kleinen Flußlauf, in dem 18 Fischarten leben, liegt Waldsieversdorf. Von hier aus fährt man am Gartzsee vorbei. Die Krebsschere, die gelbe Teichrose und das Laichkraut bedecken mit ihren unterschiedlich großen Blättern das Gewässer. Im benachbarten Buckow kann man baden, eine Bootsfahrt unternehmen oder rund um den Schermützelsee wandern.



Zwischen den Dörfern Lietzen und Falkenhagen liegt das Naturschutzgebiet Lietzener Mühlental. Elbebiber, Fischotter und die Bekassine, haben hier ein zu Hause gefunden. Durch viele Seen, die zum Teil der Fischzucht dienen, ist das Landschaftsschutzgebiet um Falkenhagen geprägt.

Weiter geht es nach Müllrose, das Tor zum Naturpark Schlaubetal. Es gilt als eines der lieblichsten Bachtäler Europas. Viele Arten, die auf der Roten Liste stehen, kann man hier entdecken. Auf drei geschützte Tierarten sei besonders hingewiesen: den Wiedehopf, die Smaragdeidechse und den Schwarzstorch. Südlich schließt sich ans Schlaubetal die Reicherskreuzer Heide, ein ehemaliges Truppenübungsgebiet an.



In Guben/Gubin überqueren wir die Grenze. Auf polnischer Seite wächst die mit ca. 450 Jahren älteste Ulme in Polen. Im Krzesinski Landschaftsschutzpark, an der Mündung der Neiße in die Oder leben 155 Vogelarten, drei Eidechsenarten, zwei Schlangenarten, 13 Amphibienarten und 33 Säugetierarten.



Hier finden wir das Dorf Klopot, Polens Storchendorf, mit über 30 Horsten und einem Weißstorchmuseum.



Im Norden des Gryzynski Landschaftsschutzparkes wartet ein 7,5 km langer Naturlehrpfad auf Entdecker. Der Lagowski Landschaftspark wurde erst vor wenigen Jahren gegründet. Er ist für seine hohen Stirnmoränen, für Schluchten, Wasserquellen und Buchenwälder bekannt. Seltene Pflanzen wie der Rundblättrigen Sonnentau, die Moosbeere, das breitblättrige Wollgras oder Sumpf-Schlangenwurz wachsen hier.

Der schöne Ausflugsort Lubniewice wird von drei Seen eingerahmt: Lubiaz, Krajnik und Lubniewskosee. Nicht weit entfernt, westlich des Dorfes Lemierzyce, befindet sich das gleichnamige Naturreservat "Lemierzyce", das einen Mischwald in seiner ursprünglichen Form schützt.

Der Nationalpark "Ujscie Warty" und der Landschaftspark "Ujscie Warty" -umfassen Wiesen, Moore, Altwasser-, und Kanalgebiete. Seeadler, Rothalstaucher, Graugans, Lachmöwe, Flußseeschwalbe, Trauerente und Kiebitz u.v.a. können sich hier ganz sicher fühlen. Ist der Nationalpark doch eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Europas. Auf zwei Naturlehrpfaden sind Gäste eingeladen, das Gebiet zu durchstreifen.

In Kostrzyn beherbergt das Naturmuseum eine Ausstellung zur Flora und Fauna der Region. Auch gesunde Lebensmittel und Bücher über Natur und Touristik werden angeboten.

Wenn Sie mehr wissen wollen, zum Beispiel, wo sie dem Eichenzipfelfalter, dem Moosbeerentäubling, dem Fleckenspanner oder dem Blutströpfchen begegnen können, dann fordern sie unsere Broschüre an.

Text: Carmen Winter
Fotos: Müller,



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