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Von Bauern, Müllern,Fischern und anderen ehrbaren Leut
Per Fahrrad durch die Geschichte der Landnutzung
Geschichte und Geschichten
Lassen Sie sich auch von einem zweihundert Jahre alten Mühlwerk, das heute noch funktioniert in Erstaunen versetzen?
Innerhalb von drei Tagen können Radwanderer auf einer abwechslungsreichen Tour von Trebnitz bis Gorzow Zeugnisse
vergangener und gegenwärtiger Landnutzung besuchen.
Erste Station ist die Wassermühle in Worin von 1398. Nach umfassender Rekonstruktion ist sie Mühlenmuseum und
kulturelles Zentrum des Dorfes.

Die Komturei Lietzen wurde vermutlich 1229 von Tempelrittern errichtet. Noch heute faszinieren die alten
Feldsteinmauern und der klug gewählte Bauplatz, von dem aus der Blick weit über die Landschaft streifen kann.
Nicht zu übersehen ist der Friedersdorfer Kunstspeicher. Das 80 Jahre alte fünfgeschossige Backsteingebäude wurde
bis 1991 als Getreidespeicher genutzt. Alle technischen Einbauten sind funktionstüchtig. Der Speicher ist heute ein
"Kunstspeicher" mit Gaststätte, Laden, Kunstausstellungen, Workshops, Konzerten sowie Ausstellungen zur Orts- und
Regionalgeschichte und zum Speicherbau.
Wahre Kleinode findet man in den Oderbruchdörfern: In Buschdorf die Sammlung der Korbmacherin Thea Müller, in
Wilhelmsaue die funktionstüchtige Bockwindmühle von 1883/84 und in Wuschewier das private Tabak-Museum von Rosemarie
Borgwart. Fast kleinstädtisch erscheint Groß Neuendorf mit seiner Hafenanlage, die aus Schiffsanleger,
Entladespeicher, Hauptspeicher mit Mühle und Förderbrücke sowie zwei Hallen besteht.
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Nicht weit entfernt von Kostrzyn befindet sich ein ganz besonderes Museum, das Wiesenmuseum von Owczary. Es
beherbergt eine Dauerausstellung zu den Gräser-Ökosystemen unserer Erde und ihrer landwirtschaftlichen Nutzung.
Nördlich von Slonsk erstreckt sich das Warthe-Bruch, dessen westlicher Teil zum Nationalpark "Ujscie Warty" gehört.
In einem alten Fachwerkhaus befindet sich ein kleines Heimatmuseum.
Auf dem Weg von Slonsk nach Witnica kommt man an
einem Pumpwerk vorbei, das aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts stammt und im Jugendstil errichtet wurde.
Wer Witnica besucht, kann die Brauerei besichtigen, in der Bier nach altem Rezept hergestellt wird und die
Heimatstube. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Geschichte des Eisenhüttenwerkes. In Bogdaniec schließt sich
der Kreis zum Beginn der Tour. Im alten Mühlengehöft von 1826 wurde ein Freilichtmuseum mit ländlicher Baukunst,
Mühle, Backofen und Scheune eingerichtet.
Ein Besuch in Gorzow lohnt, denn die Stadt ist reich an Sehenswürdigkeiten. Wer sich für alte Wirtschaftsgebäude
interessiert, findet in der Südstadt direkt an der Warthe einen zweihundert Jahre alten Fachwerkspeicher. Er wird
für Kunstausstellungen und festliche Veranstaltungen genutzt.
Auf dieser Tour haben sie runde 137 km zurückgelegt.
Wenn sie mehr wissen wollen, zum Beispiel wo ein ehemaliges Maschinenhaus am Oderhafen zur Radlerherberge mit
Gaststätte und Informationspunkt umgebaut wird, oder wo 1783 Teile der ersten deutschen Dampfmaschine produziert
wurden, bestellen sie unsere Broschüre.
Text: Carmen Winter Fotos: Johannes Müller, Ewa und Przemyslaw Szymonski
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