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Wenn Kirchen reden könnten
Radelnd durch die Kirchengeschichte
Dome, Kirchen, Bethäuser
Die Tour zu den Kirchen im Lebuser Land ist eine Reise, die Geschichte, Architektur, Kultur und Zeugnisse des alltäglichen Lebens miteinander verbindet. Auf der vorgeschlagenen Radroute können wir ca. 65 Sakralbauten in Augenschein nehmen.
Der erste ist der Fürstenwalder Dom St. Marien. Bis 1598 war hier der Sitz der Bischöfe von Lebus. Besonders wertvoll ist das 12 m hohe Sakramentshaus von 1517 aus der Schule Tilmann Riemenschneiders.
Die beachtliche 45 Meter lange Kirche von Falkenhagen wurde vor ca. 700 Jahren aus behauenen Feldsteinen errichtet. Ursprünglich krönten zwei Türme die bis zu zwei Meter dicken Mauern.
An der Lietzener Komtureikirche von 1244 ist gut sichtbar, wie sich mit den Jahrhunderten die Nutzung von Baumaterialien veränderte. Feldstein, Backstein und Fachwerk wurden im Verlauf von 500 Jahren verbaut.
Nach der Woriner Feldsteinkirche und der neugotischen Kirche in Trebnitz kommen wir zur klassizistische Saalkirche in Neuhardenberg. Sie wurde 1814-1817 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel errichtet. In Letschin ist nur noch der Kirchturm erhalten. Das 1945 ausgebrannte Schiff wurde abgerissen, der Turm blieb als Mahnmal erhalten. Auch die Kienitzer Kirche wurde 1945 zerstört. Die Pfarrersfrau Erna Roder lebte in der Kirche, malte und verkaufte naive Bilder auf Ziegel und Papier. Der Erlös kam dem Wiederaufbau des Gotteshauses zugute.

Auch an die zerstörte Pfarrkirche von Kostrzyn erinnert nur noch ein Kreuz. Die Gorzower Marienkirche wurde um 1290 erbaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Gorzow Sitz des Bistums und die Pfarrkirche zum Rang eines Doms erhoben. Die St. Stanislaw Kostka Kirche, die St. Antonius-Kirche sowie die Heiligkreuz-Kirche sollte man ebenfalls besuchen und die "Weiße Kirche" aus dem 18. Jahrhundert verfügt über besonders schöne Holzornamente auf dem Gewölbe. Ebenfalls sehenswert sind die Kirche der Heiligen Jungfrau aus dem Jahre 1895, die Christuskirche aus dem Jahre 1930 und die Maximilian-Kolbe-Kirche, eine sehr große moderne Kirche im Neubauviertel.
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Der Weg geht weiter über Lubniewice mit einer Kirche von 1258 und Sulecin mit seiner, das Bild des Stadtzentrums dominierenden Nikolai Kirche nach Ostrow. Hier finden wir eine gotische Backsteinkirche. Über Grabow mit seiner Fachwerkkirche von 1860 kommen wir nach Torzym, dessen spätklassizistische Kirche nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde. In Osno Lubuskie lohnt die Besichtigung der gotischen Kirche des heiligen Jakob aus dem Jahre 1298. Die Kirche von Slubice wurde erst um 1980 errichtet.

Frankfurt (Oder) verfügt über fünf Kirchen. Die katholische Kirche fällt durch ihren nadelspitzen Turm auf. Die Friedenskirche wird gerade zu einem Ökumenischen Zentrum umgestaltet. Gertraudkirche und St. Georgkirche werden von den evangelischen Christen genutzt. Am bekanntesten ist die Marienkirche durch ihre mittelalterlichen Glasfenster geworden.
Einen Stop sind die neuromanische Backsteinkirche in Groß Lindow und die spätgotische Nikolaikirche im Eisenhüttenstädter Stadtteil Fürstenberg wert. Abschließender Höhepunkt dieser Tour ist nach ca. 330 km die Kirche des barocken Klosters Neuzelle. Wir finden hier eine der wenigen unzerstörten Klosteranlagen in Europa vor sowie das größte Barockdenkmal Ost- und Norddeutschlands.
Wenn Sie mehr wissen wollen, zum Beispiel, welche Kirche das Herz des Fürsten von Hardenberg beherbergt, bestellen sie unsere Broschüre.
Text: Carmen Winter Fotos: Johannes Müller
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