Grün sind nicht nur die Wälder

Flanieren unterm grünen Dach einer Zwillingsstadt

Parkanlagen durchziehen Frankfurt (Oder) und Slubice wie ein grünes Band und die Oder hat größtenteils ihre unverbauten Ufer behalten. Ein Fußgänger kann hier einen ganzen Tag lang wandern und dabei den größten Teil seines Weges im Grünen zurücklegen.

An der Klinge, die ihre Quelle im Frankfurter Stadtwald hat, soll die Wanderung beginnen. Früher gab es hier mindestens sechs Wassermühlen. Am Zusammenfluß von Klinge und Nuhne liegt der Botanische Garten. 1976 ist der erste gestaltete Bereich um den Lienauteich, der früher Ziegelteich hieß, an die Öffentlichkeit übergeben worden. Zu jeder Jahreszeit blühen hier vor allem einheimische Pflanzen.

Ebenfalls an der Klinge liegt der Lienaupark. Der bekannte Landschaftsgärtner Peter Joseph Lenné gestaltete ihn im 19. Jahrhundert für den Stadtrat und Weingroßhändler Michael Lienau. Hier wachsen Zerreichen, Ginkgobäume, Schwarzkiefern, Eschen, Trauer- und Blutbuchen und eine Eßkastanie.



Der sich anschließende Lennépark wurde 1833 bis 1845 ebenfalls von Peter Joseph Lenné gestaltet. Er gehört zu den ältesten Volksparks in Europa und steht unter Denkmalschutz. Von der Rosa-Luxemburg-Straße die direkt zum Grenzübergang nach Polen führt, wird er durchschnitten. Hier überqueren wir die Oder, deren Quelle in Tschechien liegt und die nach 276 km in die Ostsee mündet.



Slubice, die ehemalig Dammvorstadt von Frankfurt (Oder), gehört seit 1945 zu Polen. Sehenswert ist hier das Stadion aus den 20er Jahren des vergangene Jahrhunderts. 2003 ergaben sich mit dem grenzüberschreitenden Projekt "Europagarten" weitere Möglichkeiten, die Stadt mit Grün zu schmücken. So wurde die Fußgängerzone in Slubice neu gestaltet und die Oderpromenade in Frankfurt.



Von der Brücke aus in südlicher Richtung geht man auf ihr zur Insel Ziegenwerder, die Erholungsort und Kulturstätte ist. Vom Ziegenwerder gelangt man auf den Anger. Daran schließt sich der Gertraudpark an. Abschluß der Wanderung sollte nach rund 17,5 km ein Besuch im 89 m hohen Oderturm sein, von dem aus man den Blick auf die Stadt genießen kann.

Wenn sie mehr erfahren möchten, zum Beispiel, wonach es auf dem Anger duftet, bestellen Sie unsere Broschüre.


Text: Carmen Winter
Fotos: Johannes Müller



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