Auf dem E11 unterwegs zum Nachbarn

Wandern auf dem europäischen Fernwanderweg

Zu Fuß sieht die Welt ganz anders aus Lassen Sie sich einladen, ein landschaftlich, kulturell und historisch abwechslungsreiches Teilstück des Europäische Fernwanderweg E 11 von ca. 130 Kilometern an der deutsch-polnischen Grenze in sechs Etappen zu durchwandern. Der Bahnhof von Dahmsdorf ist Ausgangspunkt der Tour. Als nächstes erreichen wir Waldsieversdorf, das ebenso malerisch liegt wie Buckow. Für Wanderer von besonderer Attraktivität ist das Naturschutzgebiet "Stöbbertal". Durch sein kalkhaltiges Wasser ist der Stöbber Lebensraum für bedrohte einheimische Fischarten, wie Schmerle, Bitterling und Steinbeißer. Vom Punkt "Schauinsland" bei Münchehofe hat der Wanderer einen herrlichen Blick auf den Klobbichsee. In der Wehrkirche von Münchehofe steht ein spätgotischer Schnitzaltar von 1520.

Neuhardenberg liegt am Übergang vom Naturpark "Märkische Schweiz" zum Oderbruch. Hier lohnt ein Besuch der Parkanlage am Schloß, die von Peter Joseph Lenné gestaltet wurde. Die Anlage des Dorfes stammt von Carl Friedrich Schinkel. Auch in Gusow erinnert vieles an den alten märkischen Adel. Das Schloß beherbergt ein Museum, in dem Zinnfiguren und Sachzeugnisse Einblicke in die Geschichte geben.

Das Gebiet südöstlich der Stadt Seelow, am Abfall der Lebuser Platte zum Odertal, ist Landschaftsschutzgebiet. Die kontinental geprägten Steppenrasen weisen eine bemerkenswerte Flora und eine reichhaltige Fauna auf. Aber nicht nur die Natur hat diese Landschaft geprägt. 1945 tobte hier die letzte große Schlacht im II. Weltkrieg.



Über Sachsendorf mit seinem "Indianerdorf" und Rathstock kommen wir nach Reitwein, das einst als "Perle des Oderbruches" bezeichnet wurde und diesem Namen noch heute alle Ehre macht. Podelzig nennt man das Tor zum Oderbruch. In der Gemeinde befinden sich die Naturschutzgebiete Priesterschlucht und Zeisigberg, deren Besuch sich zu jeder Jahreszeit lohnt.

Über viele Jahrhunderte zierte eine Burg die Stadt Lebus. Dieser Flecken Erde hält noch viele Zeugnisse der Geschichte verborgen, wie der im Jahre 2003 gehobene Hortfund von rund 100 Bronzebeilen beweist. Die Stadt-Chronik von Frankfurt (Oder) beginnt in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Einen Überblick über die Geschichte der Stadt kann man sich im Museum Viadrina verschaffen. Slubice existiert als selbständige Stadt seit 1945. Davor war sie die Dammvorstadt von Frankfurt.





Landschaftlich sehr abwechslungsreich ist die Umgebung von Osno Lubuskie. Das Dietrich-Eckhart-Denkmal von 1934 erhebt sich als Aussichtsturm auf der so genannten Merlan - Höhe mit einem herrlichen Blick auf die Stadt. Radachow, Trzebow und Jarnatow sind die nächsten Stationen, Sowohl die sie umgebende Landschaft als auch die Kirchenbauten sind sehenswert. An dem Städtchen Lubniewice Gefallen zu finden, dazu gehört nicht viel. Es liegt äußerst reizvoll auf einem schmalen Höhenrücken zwischen zwei Seen. Auch Chycina liegt inmitten eines Wassersportgebietes und die sehr klaren Seen von Miedzyrecz sind ein Geheimtip nicht nur für Angler, sondern auch für Schwimmer und Bootsfahrer. Am Zusammenfluß von Obra und Paklica erhebt sich eine mächtige, als Freilichtmuseum restaurierte, slawische Rundburg mit einer berühmten Sammlung von Sargporträts.

Auch die Bunkeranlagen des Verteidigungssystems "Oder-Warthe-Bogen" werden gern besucht. Einerseits aus historischen Gründen, andererseits als größtes Naturschutzgebiet für Fledermäuse. Mit dieser Tour haben Sie sich wieder ein Stück Welt erwandert und werden das Fazit ziehen: und wieder bin ich ein Stück reicher.

Wenn Sie mehr wissen wollen, zum Beispiel was es mit dem Maiglöckchenduft in Osno Lubuskie auf sich hat, dann bestellen sie unsere Broschüre.


Text: Carmen Winter
Fotos: Johannes Müller



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