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Kulturlandschaft Lebuser Land
Historische Entwicklung
Historische Entwicklung
Als Gründer des Lebuser Landes gilt der polnische Piastenprinz Mieszko I. Er lebte etwa von 935 bis
992 und brachte den christlichen Glauben in die Region. Um 997 beendete sein Sohn Boleslaw die
Grenzstreitigkeiten an der Oder durch ein enges politisch-militärisches Bündnis mit dem Heiligen
Römischen Reich. Die Region wird heute als die Wiege des polnischen Staates angesehen.
Das Lebuser Land war immer Grenzland, das ganz oder teilweise Schlesien, der Lausitz, Tschechien,
der polnischen Krone und Sachsen angehörte. Insofern war es immer auch umkämpftes Gebiet und
eine Land, durch das viele wichtige Handelswege führten. Die Kreuzritter und später der
Johanniterorden hatten im Mittelalter große Besitztümer im Lebuser Land. Zisterziensermönche
gründeten Klöster beiderseits der Oder. Mit Beginn des 14. Jahrhunderts gehörte das Lebuser Land
zur Mark Brandenburg. Etwa ab 1600 war die Region nahezu einheitlich deutschsprachig, mit der
ersten Teilung Polens 1772 gehörte sie politisch zu Preußen.
Seit 1945 verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Polen mitten durch das einstige Lebuser
Land. Mit dem EU-Beitritt Polens am 1. Mai 2004 wird diese Grenze für Handel und Tourismus mehr
und mehr geöffnet.
Heute erinnern auf polnischer Seite die Wojwództwo Lubuskie (Wojewodschaft Lubuskie) und auf
deutscher Seite die Stadt Lebus und das Amt Lebus an das historische Lebuser Land.
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Als Gründer des Lebuser Landes gilt der polnische Piastenprinz Mieszko I. Er lebte etwa von 935 bis
992 und brachte den christlichen Glauben in die Region. Um 997 beendete sein Sohn Boleslaw die
Grenzstreitigkeiten an der Oder durch ein enges politisch-militärisches Bündnis mit dem Heiligen
Römischen Reich. Die Region wird heute als die Wiege des polnischen Staates angesehen.
Das Lebuser Land war immer Grenzland, das ganz oder teilweise Schlesien, der Lausitz, Tschechien,
der polnischen Krone und Sachsen angehörte. Insofern war es immer auch umkämpftes Gebiet und
eine Land, durch das viele wichtige Handelswege führten. Die Kreuzritter und später der
Johanniterorden hatten im Mittelalter große Besitztümer im Lebuser Land. Zisterziensermönche
gründeten Klöster beiderseits der Oder. Mit Beginn des 14. Jahrhunderts gehörte das Lebuser Land
zur Mark Brandenburg. Etwa ab 1600 war die Region nahezu einheitlich deutschsprachig, mit der
ersten Teilung Polens 1772 gehörte sie politisch zu Preußen.
Seit 1945 verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Polen mitten durch das einstige Lebuser
Land. Mit dem EU-Beitritt Polens am 1. Mai 2004 wird diese Grenze für Handel und Tourismus mehr
und mehr geöffnet.
Heute erinnern auf polnischer Seite die Wojwództwo Lubuskie (Wojewodschaft Lubuskie) und auf
deutscher Seite die Stadt Lebus und das Amt Lebus an das historische Lebuser Land
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